Pelvic organ prolapse ist eine Erkrankung, die Millionen von Frauen betrifft. Sie kann Ihren Alltag und Ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen – deshalb ist es wichtig, gut informiert zu sein.
Also, was genau ist ein Beckenorganprolaps? Unser Ratgeber enthält alles, was Sie wissen müssen – lesen Sie weiter!
Was ist ein Beckenorganprolaps (POP)?
Ein Beckenorganprolaps (POP) tritt auf, wenn ein oder mehrere Beckenorgane (Gebärmutter, Blase, Vagina, Enddarm) aus ihrer ursprünglichen Position rutschen und in den Vaginalkanal absinken.
Dies führt zur Bildung einer Ausstülpung in die Vagina, die als Prolaps bezeichnet wird. Sowohl Frauen als auch Männer können betroffen sein, wobei Frauen häufiger betroffen sind.
Wie häufig ist ein Beckenorganprolaps?
Laut einer Studie aus dem Jahr 2022 (für den Zeitraum 1990–2019) werden etwa 40 % der Frauen einen POP erleben.
Symptome eines Beckenorganprolapses
Die Symptome eines Beckenorganprolapses hängen vom betroffenen Organ und vom Schweregrad der Erkrankung ab.
Häufige Symptome sind:
- Druck- oder Schweregefühl im Becken
- Sichtbare Ausstülpung oder ein Knoten, der aus der Vagina ragt
- Häufiges Wasserlassen oder Harninkontinenz
- Probleme beim Stuhlgang
- Schwierigkeiten beim vollständigen Entleeren von Blase oder Darm
- Druck, Schmerz, Taubheitsgefühl oder Unwohlsein beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)
- Schmerzen im unteren Rücken oder in den Beinen
- Ein ziehendes Gefühl in der Vagina
Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, suchen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf.
Arten des Beckenorganprolapses
Die Arten von POP unterscheiden sich je nach betroffenem Organ. Zu den häufigsten Formen gehören:
- Vorderwandprolaps oder Zystozele (abgesenkte Blase)
- Hinterwandprolaps oder Rektozele (Enddarm drückt in die hintere Vaginalwand)
- Uterusprolaps (Vorfall der Gebärmutter)
- Urethrozele (Vorfall der Harnröhre)
- Vaginalstumpfprolaps (die Vaginalspitze fällt nach unten, meist nach einer Hysterektomie)
- Enterozele (Vorfall des Dünndarms)
Man kann auch mehrere dieser POP-Arten gleichzeitig haben.
In der Regel wird ein Beckenorganprolaps auf einer Skala von 1 bis 4 eingestuft, wobei 4 die schwerste Ausprägung darstellt.
Ursachen des Beckenorganprolapses
Ein Beckenorganprolaps entsteht durch Schwächung und Lockerung der Muskeln, des Bindegewebes und der Bänder, die Ihre Beckenorgane stützen.
Normalerweise halten diese Strukturen die Organe im Becken wie eine Hängematte. Bei POP sind sie geschwächt und können die Organe nicht mehr an ihrem Platz halten, was zu deren Absinken oder Ausstülpung führt.
Risikofaktoren für einen Beckenorganprolaps
Aber wodurch werden Muskeln, Gewebe und Bänder geschwächt?
Hier sind die häufigsten Risikofaktoren für POP:
- Vaginale Geburten
- Mehrere Schwangerschaften
- Geburt eines großen Babys (fetale Makrosomie)
- Alter und Wechseljahre (durch sinkenden Östrogenspiegel)
- Übergewicht
- Heben schwerer Lasten
- Chronischer Husten oder Verstopfung
- Frühere Operationen im Becken (z. B. Hysterektomie)
- Familiäre Vorbelastung
Behandlungsmöglichkeiten für einen Beckenorganprolaps
Keine Sorge – ein Beckenorganprolaps ist vollständig behandelbar.
Je nach Schweregrad der Erkrankung, der Symptome, ob Sie noch Kinder haben möchten, Ihrem Alter und Gesundheitszustand gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.
Sehen wir sie uns genauer an:
1. Beckenbodentraining (Kegel-Übungen)
Beckenbodentraining stärkt die Muskeln, die Ihre Beckenorgane stützen.
Hilft besonders bei leichtem POP und Harninkontinenz.
Ein:e Physiotherapeut:in zeigt Ihnen die richtige Technik.
2. Vaginalpessare
Vaginalpessare sind kleine medizinische Hilfsmittel, die in die Vagina eingeführt werden, um die Beckenorgane zu stützen und ein Absinken zu verhindern.
Sie sind eine nicht-chirurgische Behandlungsmöglichkeit und besonders für Frauen geeignet, die eine OP vermeiden oder hinauszögern möchten.
Bei Advanced Healthcare finden Sie zuverlässige Vaginalpessare in verschiedenen Formen und Größen zur optimalen Unterstützung Ihrer Beckenorgane.
3. Lebensstiländerungen
Einfache Änderungen im Alltag können den Druck auf den Beckenboden reduzieren und POP-Symptome lindern.
Die wichtigsten Veränderungen:
- Gewichtsreduktion
- Keine schweren Lasten heben
- Nichtraucher werden (verringert chronischen Husten)
- Ballaststoffreiche Ernährung zur Vermeidung von Verstopfung
4. Hormontherapie (Östrogen)
Nach der Menopause sinkt der Östrogenspiegel deutlich.
Das führt zur Ausdünnung und Schwächung des vaginalen und pelvinen Gewebes.
Östrogentherapie verbessert die Gewebespannung, Elastizität und Feuchtigkeit – für besseren Halt der Organe.
5. Operation
Wenn konservative Maßnahmen nicht helfen (oder bei schwerem POP), kann eine Operation notwendig sein.
Zwei Hauptverfahren:
Rekonstruktive Operation
Dabei werden die abgesunkenen Organe mit körpereigenem Gewebe oder einem Netz in ihre ursprüngliche Lage zurückgebracht.
Der Eingriff kann vaginal, abdominal oder laparoskopisch erfolgen.
Obliterative Operation
Hierbei wird die Vaginalöffnung verengt oder verschlossen, um ein Absinken der Organe zu verhindern.
Diese Methode ist vor allem für ältere, nicht sexuell aktive Frauen geeignet, da sie den vaginalen Geschlechtsverkehr ausschließt.
Wie kann man einen Beckenorganprolaps verhindern?
- Regelmäßig Beckenbodentraining machen
- Gesundes Körpergewicht halten
- Ballaststoffreiche Ernährung und viel Flüssigkeit
- Nicht rauchen
- Keine schweren Lasten heben (bzw. richtig heben mit geradem Rücken)
- Chronischen Husten behandeln
- Regelmäßige gynäkologische Untersuchungen
Beste Vaginalpessare für Beckenorganprolaps
Wenn Sie eine Operation vermeiden oder hinauszögern möchten, sind Vaginalpessare eine sichere und wirksame Lösung.
Suchen Sie ein zuverlässiges Produkt? Wir helfen Ihnen gern!
Hier sind unsere 3 besten Vaginalpessare für POP:
1. ProFem Würfel-Pessar mit Drainage (33 mm)

Das Würfelpessar mit Drainage (33 mm) von ProFem eignet sich ideal bei Prolaps im 2. oder 3. Stadium.
Es besteht aus weichem, medizinischem Silikon für komfortables Einführen und Entfernen. Drainagelöcher verhindern Flüssigkeitsansammlungen und verringern das Infektionsrisiko.
Der Halt erfolgt durch Sogwirkung an der Vaginalwand.
2. ProFem Shaatz Vaginalpessar (64 mm)

Das ProFem Shaatz Vaginalpessar (64 mm) eignet sich zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Fällen von Gebärmutterprolaps und Zystozele (Stadium 1 und 2).
Es ist scheibenförmig und besteht aus weichem, flexiblem und dennoch haltbarem Silikon. Die Drainagelöcher erleichtern das Entfernen und den Flüssigkeitsabfluss.
3. ProFem Festes Ringpessar (45 mm)

Das ProFem feste Ringpessar (45 mm) ist ein medizinisches Silikonprodukt, das speziell zur Unterstützung bei leichter Zystozele oder Gebärmutterprolaps im 1. Stadium entwickelt wurde.
Durch seine festere Struktur bietet es mehr Stabilität als weichere Varianten – ideal für Frauen, die aufgrund von Lebensstil oder Symptomen zusätzlichen Halt benötigen.
Es ist einfach einzuführen und zu entfernen und dadurch besonders benutzerfreundlich.
Was ist ein Beckenorganprolaps – FAQs
1. Kann ich mit einem Beckenorganprolaps ein normales Leben führen?
Ja, die meisten Betroffenen leben gut mit POP – mithilfe von Behandlungsmethoden wie Pessaren, Kegel-Übungen usw.
2. Was passiert, wenn man einen POP unbehandelt lässt?
Unbehandelt kann POP Schmerzen, Harninkontinenz, Blaseninfektionen, Verstopfung und weitere Beschwerden verursachen.
3. Kann ich den Prolaps selbst wieder zurückschieben?
Nein – auch wenn Sie ihn möglicherweise vorübergehend zurückschieben können (z. B. um zu urinieren oder Stuhlgang zu haben), ist das keine dauerhafte Lösung. Bitte wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt für die passende Behandlung.
4. Ist eine Operation bei Beckenorganprolaps sicher?
Ja, grundsätzlich ist sie sicher. Wie jede Operation birgt sie jedoch gewisse Risiken.
5. Ist eine POP-Operation schmerzhaft?
Während der OP spüren Sie dank Vollnarkose keine Schmerzen. Danach kann es zu Schmerzen kommen – sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über geeignete Schmerzmittel.
6. Ist ein Beckenorganprolaps gefährlich?
Er ist in der Regel nicht lebensbedrohlich, kann aber Ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
7. Kann ein Prolaps ein Hinweis auf Krebs sein?
Einige Studien deuten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Vaginalkrebs und Gebärmuttervorfall hin. Konsultieren Sie daher immer Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Beckenorganprolaps – Fazit
Ein Beckenorganprolaps ist weit verbreitet, aber gut behandelbar.
Suchen Sie medizinische Hilfe auf, sobald Sie eines der oben genannten Symptome bemerken, um die richtige Behandlung für Ihre Situation zu finden.
Wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es empfiehlt, sehen Sie sich unsere wirksamen Vaginalpessare an – für mehr Halt und Linderung Ihrer Beschwerden!